Wir bitten Sie zu entschuldigen, dass unsere eigentliche Mailadresse (kontakt@antisemitismusforschung.at) seit Monaten nicht funktioniert. Bitte kontaktieren Sie uns einstweilen unter ingo@gmx.at. Vielen Dank! Die Gesellschaft für kritische Antisemitismusforschung hat sich zum Ziel gesetzt, sich sowohl mit historischen als auch mit aktuellen Formen des Antisemitismus wissenschaftlich und kritisch auseinander zusetzen. Die Resultate dieser Auseinandersetzungen sollen mittels unterschiedlicher Medien (Texte, Filme, Radio, Internet) einem interessierten Publikum zugänglich gemacht werden. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Arbeit mit ZeitzeugInnen gelegt. Unsere Auseinandersetzung gilt dabei nicht nur der Opfer- sondern auch der TäterInnenforschung, sowie Kontinuitäten und Brüchen des Antisemitismus nach 1945. Ziel ist es dabei kein geschlossenes Archiv zu erarbeiten, sondern punktuelle Projekte durchzuführen und zu fördern, die einen kleinen Beitrag zu einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus leisten sollen. Dabei ist es uns wichtig die Resultate dieser Projekte auch zugänglich zu machen. Bei der Gründung unserer Gesellschaft gingen wir nicht davon aus, dass wir einen einheitlichen Forschungsansatz oder eine einheitliche Methodik benötigen. Vielmehr sehen wir in den unterschiedlichen wissenschaftlichen Zugängen unserer MitarbeiterInnen und Mitglieder eine wichtige Basis für interdisziplinäre Zugänge zum Thema. Was uns eint ist die Überzeugung, dass der Antisemitismus nicht auf den nationalsozialistischen Vernichtungsantisemitismus reduziert werden darf, sondern sowohl eine Vorgeschichte besitzt als auch in teilweise transformierten Formen fortwirkt. Unser Interesse am Gegenstand unserer Forschung ist damit nicht ein neutrales, sondern vom Gedanken geleitet, dass kritische Antisemitismusforschung einen Beitrag zur Überwindung des Antisemitismus leisten muss.
Laut Statuten verfolgt die Gesellschaft für kritische Antisemitismusforschung folgende Tätigkeiten: 1. Unterstützung von Forschungsprojekten zum Thema Antisemitismus, Nationalsozialismus, Exil und Verfolgung. 2. Herausgabe von Publikationen zu den Themen Antisemitismus, Nationalsozialismus, Exil und Verfolgung. 3. Unterstützung und Herstellung von Filmen und anderen elektronischen Medien die sich mit den Themen Antisemitismus, Nationalsozialismus, Exil und Verfolgung auseinandersetzen. 4. Information und Sensibilisierung der Öffentlichkeit in Bezug auf Antisemitismus und Nationalsozialismus. 5. Förderung des kulturellen, wissenschaftlichen und persönlichen Austauschs zwischen ExilösterreicherInnen und deren Nachkommen und Österreich. 6. Zusammenarbeit und Austausch mit NGOs, Museen, Universitäten und anderen Forschungs- und Bildungseinrichtungen die sich mit Antisemitismus, Rechtsextremismus, Nationalsozialismus, Exil und Verfolgung auseinandersetzen . 7. Zusammenarbeit und Austausch mit jüdischen Gemeinden und wissenschaftlichen und kulturellen Organisationen in Israel zum Zwecke des Abbaus antisemitischer und antizionistischer Ressentiments in der österreichischen Bevölkerung. 8. Erstellung von Lehrmaterialien zu den Themen Antisemitismus, Nationalsozialismus, Exil und Verfolgung für Schülerinnen und Schüler.
Mitglieder: Mag.a Maria Pohn-Weidinger geb.1977, Soziologin. In den letzten Jahren war sie beim europäischen Netzwerk und Informationszentrum WAVE-Women against Violence tätig. Publikation im DÖW Jahrbuch 2005 zu Biografieforschung: Erzählte Lebensgeschichte als Zugang zu Vergangenem. Derzeit Scholarin am Institut für höhere Studien in Wien, wo sie an ihrer Dissertation zu biographischer Täterinnenforschung in Österreich arbeitet. Mag.
Thomas Schmidinger,
geb. 1974. Seit 2004 Lehrbeauftragter an der Universität Wien (Institut für
Politikwissenschaft) und Flüchtlingsbetreuer in Niederösterreich. Obmann der
Hilfsorganisation LEEZA, Vorstandsmitglied des
Österreichisch-Irakischen Freundschaftsvereins Iraquna und Rechnungsprüfer der Österreichisch-Kurdischen
Gesellschaft für Wissenschafts- und Kulturaustausch. Buchbeiträge und Artikel in linken und
jüdischen Zeitschriften u.a. zu den Themen Antisemitismus,
Vergangenheitspolitik, Naher Osten und Nordafrika und Flüchtlings- und
Migrationspolitik. Persönliche Website Mag.a
DSA Alicia Allgäuer, geb.
1981, Sozialarbeiterin, Politikwissenschafterin
und Autorin mit den
Schwerpunkten Migration, Integration und Frauenrechte. Gründungsmitglied der
Liga für emanzipatorische Entwicklungszusammenarbeit. Sie ist Mitherausgeberin des 19-sprachigen
Lyrikbandes lyrik@migration (Verein Alltag Verlag, November 2009) und gemeinsam mit Mary Kreutzer schrieb sie das Buch "In Freiheit leben, das war lange nur ein Traum" (Kösel Verlag 2010). Mag.
Ingo Lauggas, geb.
1972, Literatur- und Kulturwissenschaftler. Leiter der Koordinationsstelle
Kulturwissenschaften / Cultural Studies an der Universität Wien. Redakteur der
Monatszeitung MALMOE. Journalistische Veröffentlichungen
u.a. zu den Themen Gedenk- und Vergangenheitspolitik, Antisemitismus und
Postfaschismus. |